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Was Mandanten googeln bevor sie einen Anwalt kontaktieren

  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Bevor jemand zum Telefonhörer greift und einen Anwalt anruft, passiert etwas anderes: Die Person öffnet Google. Sie tippt Fragen ein - manchmal unsicher formuliert, manchmal sehr konkret. Und genau in diesem Moment entscheidet sich, ob Ihre Kanzlei gefunden wird oder die Konkurrenz.


Die meisten Kanzlei-Websites sprechen über sich selbst: Rechtsgebiete, Teamfotos, Kanzleigeschichte. Das ist nicht falsch - aber es beantwortet keine einzige Frage, die ein potenzieller Mandant tatsächlich stellt.


Die Awareness-Phase: Brauche ich überhaupt einen Anwalt?


Die allererste Frage lautet nicht "Anwalt in Wien". Sie lautet: "Brauche ich einen Anwalt oder kann ich das selbst regeln?"


Menschen in dieser Phase wissen oft nicht einmal, ob ihr Problem ein juristisches ist. Sie haben eine Kündigung bekommen, einen Nachbarschaftsstreit oder eine Erbschaft - und sind unsicher, ob das "Anwalt-Level" erreicht hat.


Weitere typische Suchanfragen:


  • Was kostet ein Anwalt pro Stunde in Österreich?

  • Woran erkenne ich einen guten Anwalt?

  • Kann ich meine Rechtsschutzversicherung nutzen?

  • Wie läuft ein Erstgespräch beim Anwalt ab?

  • Was ist der Unterschied zwischen Anwalt und Notar?


Jede einzelne dieser Fragen ist eine Chance. Wenn Ihre Website darauf eine ehrliche, verständliche Antwort gibt, beginnt der Suchende Ihnen zu vertrauen - noch bevor er Sie kontaktiert hat.


Die Kostenfrage: Der Elefant im Raum


Kein Thema wird häufiger gegoogelt als die Kosten. "Was kostet ein Anwalt?" gehört zu den meistgesuchten juristischen Fragen in Österreich. Und die meisten Kanzlei-Websites schweigen dazu.


Das ist ein Fehler. Menschen, die nach Kosten suchen, haben ein reales Problem und wollen einschätzen, ob sie sich professionelle Hilfe leisten können. Wer hier transparent ist, gewinnt.


Das bedeutet nicht, dass Sie einen Fixpreis auf die Website stellen müssen. Aber eine Seite, die erklärt, wie sich Anwaltskosten in Österreich zusammensetzen - Erstberatungspauschale, Stundensatz, Bemessungsgrundlage nach RATG - gibt dem Suchenden Orientierung. Und Orientierung schafft Vertrauen.


Praxis-Tipp: Eine eigene Unterseite zum Thema "Kosten und Honorar" mit konkreten Beispielrechnungen kann mehr Anfragen generieren als jede Image-Broschüre.


Die Suche nach dem richtigen Anwalt: Spezialisierung schlägt Generalist


Sobald jemand entschieden hat, dass ein Anwalt nötig ist, beginnt die gezielte Suche:


  • Anwalt für Arbeitsrecht in Graz

  • Scheidungsanwalt Salzburg Erfahrung

  • Mietrecht Anwalt Wien Bewertungen

  • Wie finde ich heraus ob der Anwalt Erfahrung in meinem Fall hat?


Der Suchende will jetzt wissen: Ist dieser Anwalt der Richtige für mein konkretes Problem?


Für Ihre Website bedeutet das: Jedes Rechtsgebiet verdient eine eigene, ausführliche Seite. Nicht drei Sätze unter einem Aufklappmenü, sondern eine richtige Landingpage mit Fallbeispielen (anonymisiert), typischen Abläufen und häufigen Fragen.


Google belohnt Spezialisierung. Eine Seite, die sich tiefgehend mit Mietrecht beschäftigt, rankt besser für "Mietrecht Anwalt Wien" als eine generische Rechtsgebiete-Übersicht.


Die Vertrauensfrage: Was passiert wenn es schiefgeht?


In der Consideration-Phase tauchen die kritischen Fragen auf:


  • Was passiert wenn ich den Prozess verliere?

  • Kann ich den Anwalt wechseln wenn ich unzufrieden bin?

  • Gibt es kostenlose Rechtsberatung in Österreich?

  • Muss ich den Anwalt bezahlen wenn er verliert?


Diese Fragen zeigen: Der Mensch hat Angst. Angst vor finanziellen Folgen, vor einer falschen Entscheidung. Eine Kanzlei, die offen über Prozessrisiken spricht, wirkt souverän statt verkäuferisch. Sie nimmt dem potenziellen Mandanten die Angst - und genau das führt zur Kontaktaufnahme.


So setzen Sie diese Erkenntnisse auf Ihrer Website um


1. Erstellen Sie eine FAQ-Seite die echte Fragen beantwortet - nicht die, die Sie gerne beantworten würden.

2. Geben Sie jedem Rechtsgebiet eine eigene Landingpage mit konkreten Informationen und Fallbeispielen.

3. Sprechen Sie über Kosten - mit nachvollziehbaren Erklärungen und Erstberatungspauschale.

4. Machen Sie die Kontaktaufnahme einfach - Kontaktformular, Telefonnummer und Online-Terminbuchung auf jeder Seite.

5. Denken Sie an lokales SEO - Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten und Bewertungen.




Häufige Fragen zur Kanzlei-Website


Warum finden Mandanten meine Kanzlei-Website nicht über Google?


In den meisten Fällen liegt es daran, dass die Website nicht die Fragen beantwortet, die Menschen tatsächlich suchen. Kanzlei-Websites, die nur über sich selbst sprechen, haben kaum Chancen auf gute Rankings. Wer hilfreiche Inhalte zu häufig gesuchten Rechtsthemen veröffentlicht, wird von Google als relevante Quelle eingestuft.


Lohnt sich ein Blog für eine Anwaltskanzlei?


Ja, deutlich. Ein Blog der praxisnahe Rechtsthemen behandelt, zieht genau die Menschen an, die gerade ein juristisches Problem haben. Jeder Blogartikel ist eine zusätzliche Tür, durch die potenzielle Mandanten auf Ihre Website gelangen.


Wie wichtig sind Google-Bewertungen für Kanzleien?


Extrem wichtig. Über 80 Prozent der Menschen vertrauen Online-Bewertungen genauso wie persönlichen Empfehlungen. Bitten Sie zufriedene Mandanten aktiv um eine Google-Bewertung - einer der wirksamsten Hebel für lokale Sichtbarkeit.


Soll ich als Anwalt auf Social Media aktiv sein?


Social Media kann ergänzend sinnvoll sein, ersetzt aber keine gut optimierte Website. LinkedIn eignet sich für Wirtschaftsrecht und B2B-Mandate. Der Vorteil einer Website: Ihre Inhalte gehören Ihnen, sind dauerhaft auffindbar und arbeiten rund um die Uhr.


Ihre Kanzlei-Website sollte nicht nur gut aussehen - sie sollte die Fragen beantworten, die Ihre zukünftigen Mandanten heute Nacht um 23 Uhr in Google eintippen. Genau dabei unterstützt WelleWest Kanzleien in ganz Österreich: mit Websites, die gefunden werden, Vertrauen aufbauen und Anfragen generieren - ab 89 EUR pro Monat.



 
 
 

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