Website für Rechtsanwälte: So gewinnen Sie Mandanten online
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Aktualisiert: vor 5 Tagen
Ein Rechtsanwalt in Klagenfurt hat uns erzählt: "Meine Website ist seit 8 Jahren dieselbe. Aber meine besten Mandanten kommen über Empfehlungen, nicht über Google." Stimmt. Aber was passiert wenn der empfohlene Mandant Ihren Namen googelt?
Er findet eine Website die aussieht wie aus 2016. Kein Foto. Keine klaren Rechtsgebiete. Ein Kontaktformular das nicht funktioniert. Und entscheidet sich für den Kollegen mit der modernen Website, obwohl die Empfehlung für Sie war.
72% der Menschen die einen Anwalt suchen, beginnen online. Auch die per Empfehlung. Eine professionelle Kanzlei-Website ist nicht die Alternative zur Empfehlung - sie ist der Ort wo die Empfehlung bestätigt wird.
Was eine Rechtsanwalt-Website leisten muss
Mandanten die einen Anwalt suchen, sind in einer Stresssituation. Scheidung, Kündigung, Vertragsstreit, Erbschaft. Sie wollen drei Dinge wissen:
Ist dieser Anwalt kompetent in meinem Problem? → Rechtsgebiete klar kommunizieren
Kann ich diesem Menschen vertrauen? → Professionelles Auftreten, echte Fotos, Erfahrung
Wie erreiche ich ihn schnell? → Telefonnummer sichtbar, Kontaktformular, Rückruf-Option
Eine Kanzlei-Website die diese drei Fragen in 10 Sekunden beantwortet, gewinnt Mandanten.
Die 8 Pflicht-Elemente einer Kanzlei-Website
1. Klare Positionierung auf der Startseite
Nicht "Willkommen in unserer Kanzlei". Sondern: "Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und Familienrecht in Klagenfurt. Erstberatung innerhalb von 48 Stunden." Der Mandant muss in 3 Sekunden wissen ob er richtig ist.
2. Rechtsgebiete als eigene Seiten
Jedes Rechtsgebiet verdient eine eigene Seite. Nicht nur einen Aufzählungspunkt.
"Arbeitsrecht" - Kündigung, Abfertigung, Mobbing
"Familienrecht" - Scheidung, Obsorge, Unterhalt
"Vertragsrecht" - Vertragsprüfung, Streitschlichtung
"Erbrecht" - Testamente, Pflichtteilsansprüche
Warum? Weil jede Seite für ein eigenes Keyword ranken kann. "Scheidungsanwalt Klagenfurt" führt auf die Familienrecht-Seite. "Kündigungsschutz Anwalt Kärnten" auf die Arbeitsrecht-Seite.
3. Anwalts-Profil mit Foto
Ein professionelles Foto in Kanzlei-Umgebung. Nicht am Strand, nicht mit Sonnenbrille. Lebenslauf, Ausbildung, Schwerpunkte, Jahre der Berufserfahrung. Mandanten wollen wissen wer sie vertritt.
4. Erstberatung prominent anbieten
Viele Menschen wissen nicht ob sie einen Anwalt brauchen. Eine kostenpflichtige Erstberatung (oft 150-250 EUR) ist ein niedrigschwelliger Einstieg. Machen Sie die Erstberatung zum zentralen CTA Ihrer Website. "Erstberatung buchen" statt "Kontakt" - das ist konkreter und weniger einschüchternd.
5. Kosten transparent kommunizieren
Rechtsanwälte scheuen sich oft vor Preisangaben. Aber Mandanten googeln "Anwalt Kosten Scheidung" häufiger als "Anwalt Scheidung". Zumindest eine Orientierung ("Erstberatung: 180 EUR inkl. USt.") senkt die Hemmschwelle enorm.
6. Telefonnummer und Rückruf-Option
Groß, sichtbar, auf jeder Seite. Mandanten in akuten Situationen wollen telefonieren, nicht ein Formular ausfüllen. Eine Rückruf-Option ("Wir rufen Sie innerhalb von 2 Stunden zurück") ist ein starkes Differenzierungsmerkmal.
7. Vertrauenssignale
Mitgliedschaft in der Rechtsanwaltskammer (Pflicht, aber sichtbar machen)
Spezialisierungen und Zertifikate
Mandanten-Stimmen (anonymisiert)
"Seit 15 Jahren in Klagenfurt" - Erfahrung und lokale Verankerung
8. Blog mit Rechtstipps
Kurze, verständliche Artikel zu häufigen Rechtsfragen. "Was tun bei Kündigung in Österreich", "Scheidung Ablauf und Kosten". Das bringt organischen Traffic und positioniert Sie als Experten.
Was eine Rechtsanwalt-Website kostet
Onepager: ab 89 EUR/Monat oder 900 EUR einmalig
Für Einzelanwälte mit 1-2 Rechtsgebieten. Profil, Leistungen, Kontakt. Schnell online, professionell, reicht für den Anfang.
Business-Website: ab 149 EUR/Monat oder 1.900 EUR einmalig
Der Standard für die meisten Kanzleien. Eigene Seiten pro Rechtsgebiet, Anwalts-Profile, Blog, Kontaktformular mit Rückruf-Option. Fertig in 2-3 Wochen.
Premium-Website: ab 199 EUR/Monat oder 2.700 EUR einmalig
Für Kanzleien mit mehreren Anwälten. Mandantenportal, Newsletter, SEO-Strategie, mehrsprachig (Deutsch/Slowenisch/Englisch für Kärntner Kanzleien).
ROI: Ein Familienrechtsanwalt in Kärnten investiert 149 EUR/Monat. Die Website generiert 2 neue Mandate pro Monat über Erstberatungs-Anfragen. Bei einem durchschnittlichen Mandatswert von 2.500 EUR sind das 5.000 EUR Zusatzumsatz. Die Website zahlt sich 33-fach zurück.
SEO für Rechtsanwälte: So finden Mandanten Sie
Keywords die Mandanten wirklich suchen:
"Rechtsanwalt [Stadt]" + "[Rechtsgebiet]"
"Scheidungsanwalt Klagenfurt"
"Anwalt Arbeitsrecht Kärnten"
"Rechtsberatung Kosten Österreich"
"Anwalt Erstberatung [Stadt]"
"Was tun bei Kündigung Österreich" (Informations-Keywords)
Die SEO-Strategie für Kanzleien in 3 Sätzen:
Eigene Seite pro Rechtsgebiet für transaktionale Keywords. Blog für informationelle Keywords. Google Unternehmensprofil für lokale Sichtbarkeit. Mehr braucht es für den Anfang nicht.
Berufsrechtliche Anforderungen
Impressumspflicht - Name, Kanzleiadresse, Rechtsanwaltskammer, UID-Nummer
Werberecht - Die Richtlinien der Rechtsanwaltskammer erlauben sachliche Werbung. Keine Erfolgsversprechen, keine vergleichende Werbung
DSGVO - Besonders wichtig bei Kontaktformularen wo Mandanten ihr Anliegen schildern. Verschlüsselte Übertragung ist Pflicht
Verschwiegenheitspflicht - Keine Mandantennamen oder Falldetails ohne ausdrückliche Einwilligung
Erstberatung online anbieten
Viele potenzielle Mandanten scheuen den ersten Anruf bei einer Kanzlei. Die Hürde ist hoch - man weiß nicht, was es kostet, ob der Anwalt überhaupt zuständig ist, und ob die Chemie stimmt. Eine durchdachte Online-Erstberatung senkt diese Barriere erheblich.
Konkret bedeutet das: Ein Kontaktformular mit Rechtsgebiet-Auswahl (Arbeitsrecht, Familienrecht, Mietrecht etc.), damit Sie vorab einschätzen können, ob der Fall in Ihr Fachgebiet fällt. Ergänzen Sie das um eine Online-Terminbuchung mit freien Zeitfenstern.
Wichtig: Kommunizieren Sie transparent, ob die Erstberatung kostenlos ist oder was sie kostet. In Österreich liegt eine anwaltliche Erstberatung typischerweise zwischen 100 und 250 EUR. Diese Klarheit schafft Vertrauen, noch bevor das erste Gespräch stattfindet.
Vertrauensaufbau durch Expertise-Inhalte
Google bewertet Websites nach dem E-E-A-T-Prinzip: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Für Anwaltskanzleien ist das eine Chance, denn juristische Expertise lässt sich hervorragend in Inhalte übersetzen.
Ein Rechtstipps-Blog mit regelmäßigen Fachartikeln zu aktuellen Urteilen, Gesetzesänderungen oder häufigen Rechtsfragen positioniert Sie als Autorität in Ihrem Fachgebiet. Schreiben Sie für Laien, nicht für Kollegen. Kurze, verständliche Artikel mit 500 bis 800 Wörtern zu konkreten Fragen wie "Was tun bei einer Kündigung in der Probezeit?" bringen mehr als akademische Abhandlungen.
Mandantenstimmen richtig einsetzen
Bewertungen sind im Anwaltsbereich ein heikles Thema. Die Verschwiegenheitspflicht verbietet es, Mandatsdetails ohne ausdrückliche Zustimmung zu veröffentlichen. Dennoch gibt es Wege, Social Proof auf Ihrer Website einzusetzen.
Google-Bewertungen: Zufriedene Mandanten können dort allgemein gehaltene Bewertungen hinterlassen - zur Erreichbarkeit, Freundlichkeit oder Verständlichkeit der Beratung. Anonymisierte Fallbeispiele: Beschreiben Sie typische Fälle in verallgemeinerter Form und zeigen Sie, welches Ergebnis erzielt wurde. Auszeichnungen und Mitgliedschaften: Kammermitgliedschaften oder Spezialisierungen sind objektive Vertrauenssignale, die Sie prominent platzieren sollten.
Häufige Fragen zu Kanzlei-Websites
Darf ich als Anwalt Werbung machen?
Ja. Seit der Liberalisierung des Werberechts dürfen Rechtsanwälte in Österreich sachlich werben. Eine Website, Google Ads und Social Media sind erlaubt, solange die Werbung nicht irreführend ist.
Wie wichtig sind Google-Bewertungen für Anwälte?
Sehr wichtig. Mandanten lesen Bewertungen bevor sie einen Anwalt kontaktieren. 5-10 gute Bewertungen machen einen großen Unterschied. Bitten Sie zufriedene Mandanten aktiv darum.
Brauche ich einen Blog auf meiner Kanzlei-Website?
Nicht zwingend, aber empfehlenswert. Rechtsthemen werden häufig gegoogelt. Ein Blog-Artikel über "Kündigung während Krankenstand Österreich" kann monatlich hunderte Besucher bringen - potenzielle Mandanten.



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