
7 Schritte für effektive Benutzerfreundlichkeitstests
- Nicolas Fabjan

- 17. Juli
- 19 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Aug.
Usability-Tests sind unverzichtbar, um Schwachstellen Ihrer Website zu erkennen und die Nutzererfahrung zu verbessern. Mit nur fünf Testpersonen können Sie bis zu 85 % der Probleme identifizieren und so die Conversion-Rate steigern. Studien zeigen, dass jeder investierte Euro bis zu 100 Euro Rendite bringen kann.
Die 7 Schritte im Überblick:
- Ziele definieren: Klare Testziele und Aufgaben festlegen.
- Teilnehmer rekrutieren: Passende Nutzer aus der Zielgruppe auswählen.
- Testszenarien erstellen: Realistische Aufgaben basierend auf Nutzerdaten entwickeln.
- Testmethoden wählen: Moderierte, unmoderierte, Präsenz- oder Remote-Tests einsetzen.
- Ergebnisse aufzeichnen: Nutzerverhalten dokumentieren und analysieren.
- Probleme analysieren: Usability-Schwachstellen priorisieren und Lösungen entwickeln.
- Verbesserungen umsetzen: Änderungen testen und kontinuierlich optimieren.
Warum ist das wichtig?
88 % der Nutzer kehren nach einer schlechten Erfahrung nicht zurück. Regelmäßige Tests helfen, dies zu verhindern und langfristige Erfolge zu sichern. Welle West Webdesign zeigt, wie Sie mit strukturierten Usability-Tests Ihre Website auf das nächste Level bringen.
Webdesign User Test: Einfache Methoden von Usability-Tests im Web
Schritt 1: Klare Ziele setzen und den Test planen
Der Erfolg eines Usability-Tests hängt maßgeblich von einer guten Planung ab. Ohne klare Zielsetzungen kann der Test schnell an Fokus verlieren – Daten werden zwar gesammelt, doch ohne klare Richtung bleiben die Ergebnisse wenig nützlich.
Warum sind klare Ziele so entscheidend? Kate Moran von der Nielsen Norman Group bringt es auf den Punkt:
"The goals of usability testing vary by study, but they usually include: Identifying problems in the design of the product or service, Uncovering opportunities to improve, Learning about the target user's behavior and preferences"
Klare Ziele helfen nicht nur bei der Auswahl der passenden Testmethode und Teilnehmerzahl, sondern geben auch die Richtung für die Analyse der Ergebnisse vor. Außerdem ermöglichen sie die Erstellung einer präzisen Aufgabenliste für die Testpersonen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie Ihre Ziele definieren und den Test optimal planen.
Die richtigen Zielkategorien festlegen
Bevor Sie starten, sollten Sie sich für den passenden Testansatz entscheiden. Grundsätzlich gibt es zwei Haupttypen:
- Problem-Discovery-Tests: Diese Tests zielen darauf ab, Usability-Probleme zu identifizieren, zu priorisieren und Lösungen zu entwickeln. Besonders hilfreich sind sie bei neuen Websites oder nach größeren Änderungen.
- Measurement-Tests: Hierbei geht es darum, die Leistung Ihrer Website anhand festgelegter Benchmarks oder Ziele zu bewerten. Dieser Ansatz eignet sich, wenn Ihre Website bereits funktioniert und Sie deren Effektivität überprüfen möchten.
Klare Bewertungsbereiche definieren
Überlegen Sie, welche spezifischen Erkenntnisse Sie gewinnen möchten. Legen Sie bestimmte Bereiche fest, die bewertet werden sollen – etwa den Login-Prozess, die Produktsuche oder den Checkout. Dabei sollten Sie den Fokus auf Verhaltensdaten legen, also darauf, wie Nutzer mit Ihrer Website interagieren. Gleichzeitig können designbezogene Aspekte wie Navigation und Aufgabenbewältigung untersucht werden. Achten Sie darauf, sich nicht zu verzetteln: Konzentrieren Sie sich auf die Fragen, die tatsächlich einen Unterschied für Ihren ROI machen.
Ressourcen und Verantwortlichkeiten festlegen
Ein durchdachter Usability-Testing-Plan dient als Leitfaden für alle Beteiligten. Er sollte Details zu den Hauptzielen, den Teilnehmern, den Forschungsmethoden, den Aufgaben und dem Zeitplan enthalten. Bei der Ressourcenzuteilung sind Budget, Anforderungen, Zeitpläne und verfügbare Kapazitäten zu berücksichtigen. Ein visueller Zeitplan kann dabei helfen, die Verfügbarkeit des Teams sowie anstehende Aufgaben klar darzustellen. Eine RACI-Matrix ist ebenfalls nützlich, um Rollen und Verantwortlichkeiten eindeutig zu definieren und alle Beteiligten mit ihren Kontaktdaten zu erfassen .
Einen Zeitplan erstellen
Ein klar strukturierter Zeitplan legt fest, wann jede Testsitzung stattfindet und wie lange sie dauert. Das erleichtert die spätere Analyse der Ergebnisse, hilft bei der rechtzeitigen Identifizierung von Problemen und unterstützt die Entwicklung passender Lösungen.
Eine solide Planung ist der Schlüssel zu aussagekräftigen Testergebnissen. Mit klaren Zielen, definierten Verantwortlichkeiten und einem realistischen Zeitplan schaffen Sie die ideale Grundlage für einen erfolgreichen Usability-Test.
Schritt 2: Teilnehmer finden und rekrutieren
Nachdem die Ziele definiert und der Test im ersten Schritt geplant wurde, geht es nun darum, die richtigen Teilnehmer zu finden. Die Auswahl passender Testpersonen ist entscheidend, denn ohne sie können die Ergebnisse verfälscht werden. Wie Userlytics treffend sagt:
"The success of your UX research depends on the relevance of your testing participants."
Die Zielgruppe klar definieren
Bevor Sie mit der Rekrutierung starten, sollten Sie Ihre Zielgruppe genau festlegen. Das bedeutet, Gruppen zu identifizieren, die Ihr Produkt wahrscheinlich nutzen. Dies kann auf Basis von demografischen Daten, Verhaltensweisen oder anderen relevanten Kriterien geschehen.
Daten Ihrer Kunden können dabei eine große Hilfe sein. Ergänzen Sie diese durch Marktforschung, Umfragen oder Interviews, um ein klares Bild Ihrer Zielgruppe zu erhalten.
Ein Beispiel: Für eine Bildungs-App wurden Eltern von Grundschulkindern als Zielgruppe definiert. Die Screening-Fragen zielten darauf ab, diese Gruppe zu identifizieren – etwa durch Fragen nach der Anzahl und dem Alter der Kinder, den genutzten Bildungstools und dem Engagement der Eltern in der schulischen Unterstützung. So wurde sichergestellt, dass nur relevante Nutzer am Test teilnahmen.
Teilnehmerprofile und Screening-Fragen erstellen
Entwickeln Sie detaillierte Teilnehmerprofile, die neben demografischen Merkmalen auch Verhaltensweisen, Motivationen und Lebensstile berücksichtigen. Segmentieren Sie Ihre Nutzerbasis in Gruppen, die unterschiedliche Eigenschaften und Bedürfnisse aufzeigen.
Screening-Fragen helfen dabei, die passendsten Kandidaten auszuwählen . Diese Fragen sollten präzise und auf Ihre Zielgruppe abgestimmt sein.
Strategien und Kanäle zur Rekrutierung
Die Mehrheit der Unternehmen rekrutiert selbst – nur 36 % setzen auf externe Agenturen. Dabei investieren Unternehmen durchschnittlich 1,15 Stunden Arbeitszeit pro Teilnehmer. Jakob Nielsen bringt es auf den Punkt:
"Without recruiting, you won't have users."
Um eine breite Vielfalt an Teilnehmern zu erreichen, kombinieren Sie verschiedene Rekrutierungsmethoden. Wählen Sie die Strategie, die am besten zu den Zielen Ihrer Studie passt. Hier eine Übersicht zu den gängigsten Rekrutierungskanälen:
Quelle | Persönliches Netzwerk | Online-Communities | Social Media | Interne Kollegen | Bestehender Kundenstamm | Guerrilla-Testing | Rekrutierungs-Tools |
Geeignet für | Kleine Studien oder erste Produktentdeckung | Nischenstudien oder hochspezialisierte Themen | Meinungen einer breiten Zielgruppe | Erste Tests – wenn Tester bereits mit dem Produkt vertraut sind | Produktupdates und Feature-Entwicklung | Verbraucherorientierte, ungezielte Forschung | Studien jeder Größe, die gezielt geprüfte Teilnehmer erfordern |
Anreize für Teilnehmer
Anreize spielen eine große Rolle, um die Teilnahmequote zu erhöhen – sie können die Rücklaufquote um bis zu 19 % steigern. Finanzielle Belohnungen sind dabei oft effektiver als Sachgeschenke. Im Voraus gezahlte Incentives haben sich als besonders wirksam erwiesen.
Teilnehmer erwarten etwa 1,76 € pro Minute. Für ein 30-minütiges Interview wären das ungefähr 57 €, während für eine Umfrage etwa 48 € angemessen sind. Studenten akzeptieren oft eine geringere Vergütung, während Personen mit höheren Einkommen mehr erwarten.
Berücksichtigen Sie bei der Festlegung der Anreize Ihr Budget, die Art der Studie und die Erwartungen Ihrer Zielgruppe. Analysieren Sie auch No-Show-Raten, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Klare Kommunikation und Organisation
Eine transparente Kommunikation über den Zweck der Studie und die Anforderungen an die Teilnehmer ist essenziell. Informieren Sie die ausgewählten Personen klar über ihre Rolle und die angebotenen Anreize.
Nutzen Sie verschiedene Kommunikationskanäle wie E-Mail, Telefon oder SMS, um in Kontakt zu bleiben. Planen Sie rechtzeitige Erinnerungen ein, um die Teilnahme zu sichern, und berücksichtigen Sie dabei mögliche No-Shows.
Um Ermüdung bei wiederholten Tests zu vermeiden, sollten Sie die Teilnehmergruppen regelmäßig wechseln. Eine Mischung aus internen und extern rekrutierten Teilnehmern sorgt für vielseitige Perspektiven.
Mit einer durchdachten Rekrutierung, passenden Anreizen und klarer Kommunikation schaffen Sie die Grundlage für aussagekräftige Testergebnisse, die die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe widerspiegeln.
Schritt 3: Testszenarien und Aufgaben entwickeln
Nachdem Sie die richtigen Teilnehmer gefunden haben, geht es nun darum, realistische Testszenarien zu erstellen, die das tatsächliche Verhalten Ihrer Nutzer widerspiegeln. Wie Tiffany Teng, eine führende Stimme im UX-Design, erklärt:
"Great scenarios simulate real user behavior to reveal actionable insights. Poor scenarios confuse participants, leading them to seek clarification to confirm whether they are on the right path."
Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie aus echten Nutzerdaten praxisnahe Szenarien entwickeln können.
Auf Nutzerdaten statt Vermutungen setzen
Effektive Testszenarien basieren auf realen Daten, nicht auf Annahmen. Nutzen Sie Tools wie Website-Analysen, Support-Tickets oder frühere Studien, um die Ziele Ihrer Nutzer zu verstehen und Personas zu erstellen. So können Sie Szenarien entwickeln, die nicht nur relevant sind, sondern auch ein besseres Verständnis im Team fördern.
Ein Beispiel: Angenommen, Ihre Analyse zeigt, dass Nutzer häufig Produktlinks über Messaging-Apps teilen, wenn sie Geschenkideen austauschen. Statt ein vages Szenario wie "Testen Sie die Teilen-Funktion" zu nutzen, könnte ein konkretes Szenario lauten:
Kontext und Motivation einbauen
Ein gutes Szenario bietet genug Kontext, damit Teilnehmer in die Aufgabe eintauchen können. Es sollte eine reale Situation simulieren, die die Nutzer nachvollziehen können. Zum Beispiel:
Solche Szenarien motivieren die Teilnehmer und helfen, authentische Nutzerinteraktionen zu beobachten.
Klare Sprache und keine versteckten Hinweise
Verwenden Sie einfache, natürliche Sprache, um Missverständnisse zu vermeiden. Vermeiden Sie Begriffe aus der Benutzeroberfläche und formulieren Sie Aufgaben so, dass sie leicht verständlich sind. Ein Beispiel:
Wie Nikki Anderson-Stanier von der User Research Academy betont:
"Writing usability testing tasks is still one of the most complex parts of the research process for me. Getting these tasks right is imperative as they color the rest of the study and dictate how good your data will be."
Aktive Aufgaben mit klar definierten Zielen
Formulieren Sie Aufgaben aktiv und geben Sie den Teilnehmern ein klares Ziel. Eine Aufgabe wie ist konkreter und zielführender als eine allgemeine, passive Formulierung. Definieren Sie außerdem, wann die Aufgabe als abgeschlossen gilt, um messbare Ergebnisse zu erhalten.
Beispiele aus der Praxis
Ein Unternehmen testete, wie Nutzer einen Trainer für Trennungsangst finden können. Das Szenario enthielt klare Rahmenbedingungen wie Datum, Ort und ein Preislimit. Das Ziel war es, die Buchungsseite zu erreichen.
Ein anderes Szenario drehte sich um den Kauf eines Futterabonnements. Hier wurden die Produktauswahl und die Abonnementdauer vorgegeben. Das Ziel: den Kauf abschließen und die Bestätigungsseite erreichen. Beide Beispiele zeigen, wie wichtig Kontext und klare Endziele sind.
Testläufe und Teamarbeit
Bevor Sie die Szenarien einsetzen, testen Sie sie in Probeläufen. So können Sie sicherstellen, dass die Aufgaben verständlich sind und die gewünschten Ergebnisse liefern. Arbeiten Sie eng mit Entwicklern, Testern und Analysten zusammen, um die Szenarien weiter zu verbessern. Konzentrieren Sie sich dabei auf die wichtigsten Aufgaben, die den größten Nutzen für Ihre Tests bieten.
Mit gut durchdachten Szenarien, die auf echten Nutzerdaten basieren, schaffen Sie eine solide Grundlage für aussagekräftige Ergebnisse. So decken Sie nicht nur Schwachstellen auf, sondern bereiten auch den Weg für die nächste Testphase.
Schritt 4: Testmethoden auswählen und Tests durchführen
Jetzt geht es darum, die passende Testmethode auszuwählen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen. Die Wahl der richtigen Methode beeinflusst nicht nur die Art der gewonnenen Erkenntnisse, sondern auch deren Relevanz. Jakob Nielsen, Mitbegründer der Nielsen Norman Group, bringt es auf den Punkt:
"Usability testing is not about opinions. It's about observing behavior and measuring performance."
Diese Methoden bilden das Rückgrat des Testprozesses und leiten direkt in die praktische Durchführung über.
Überblick über Testmethoden
- Moderierte vs. unmoderierte Tests: Moderierte Tests erlauben tiefere Einblicke, während unmoderierte Tests oft günstiger und schneller durchzuführen sind.
- Präsenz- vs. Remote-Tests: Präsenztests bieten die Möglichkeit, nonverbale Hinweise zu erfassen, wohingegen Remote-Tests eine größere, geografisch diversere Teilnehmergruppe erreichen.
- Qualitative vs. quantitative Tests: Qualitative Tests liefern detaillierte Einblicke in Nutzerverhalten, während quantitative Tests messbare Daten für Benchmarks bereitstellen.
Praktische Testmethoden
- Lab-Usability-Tests: Diese Methode liefert in einer kontrollierten Umgebung reichhaltige qualitative Daten, ist jedoch kostenintensiv und kann Verzerrungen durch die unnatürliche Testumgebung verursachen.
- Contextual Inquiry: Beobachten Sie Nutzer in ihrer gewohnten Umgebung, um versteckte Bedürfnisse zu erkennen. Diese Methode erfordert jedoch eine sorgfältige Planung.
- Guerrilla-Tests: Schnell und kostengünstig, allerdings kann die Tiefe des Feedbacks variieren.
- Telefon- oder Video-Interviews: Diese Methode erreicht eine größere Teilnehmergruppe, schränkt jedoch die Beobachtung nonverbaler Signale ein.
- Session-Aufzeichnungen: Sie ermöglichen eine detaillierte Analyse des Nutzerverhaltens, verlangen jedoch viel Zeit für die Auswertung.
- Tree-Testing: Eine einfache Möglichkeit, die Informationsarchitektur zu testen, allerdings ohne die Interaktion mit Inhalten in realen Aufgaben zu erfassen.
Beispiel aus der Praxis
Ein E-Commerce-Unternehmen führte vergleichende Tests durch, um die Conversion-Rate beim Checkout zu optimieren. Dabei wurde ein einseitiger Checkout mit einem mehrstufigen Prozess verglichen. Die Ergebnisse waren eindeutig: Der einseitige Checkout steigerte die Conversion-Rate und die Nutzerzufriedenheit. Das Unternehmen setzte daraufhin die einseitige Variante um.
Die richtige Testumgebung schaffen
Für Präsenztests sollten Sie eine ruhige Umgebung mit minimalen Ablenkungen schaffen. Sorgen Sie für eine gute Beleuchtung und vermeiden Sie Blendungen auf Bildschirmen. Stellen Sie sicher, dass alle benötigten Aufzeichnungstools bereitstehen.
Bei Remote-Tests sollten die Teilnehmer klare Anweisungen sowie Zugang zu den erforderlichen Tools erhalten. Eine stabile Internetverbindung ist essenziell. Nutzen Sie Screen-Recording-Apps oder mobile Analyse-Tools, um die gesamte Session aus der Sicht der Nutzer aufzuzeichnen. Informieren Sie die Teilnehmer im Vorfeld umfassend und holen Sie ihre Zustimmung zur Aufzeichnung ein.
Teamvorbereitung und Einbindung der Stakeholder
Beziehen Sie Ihr Team aktiv ein. Teammitglieder können als Beobachter oder Notizenschreiber wertvolle Erkenntnisse gewinnen, was gleichzeitig die interne Unterstützung stärkt. Klären Sie Rollen und Erwartungen im Vorfeld und schulen Sie das Team, präzise und strukturierte Notizen anzufertigen. Nach jeder Session sollten zentrale Erkenntnisse gesammelt und wiederkehrende Muster besprochen werden. Es empfiehlt sich zudem, Probeläufe durchzuführen, um mögliche Probleme im Setup oder bei den Anweisungen frühzeitig zu erkennen.
Die Nielsen Norman Group beschreibt den Kern von Remote-Tests treffend:
"Remote usability tests are like traditional usability tests with one key difference: the participant and facilitator are in two different physical locations."
Passen Sie Ihre Testmethoden an Ihre Ressourcen, Ziele und die Art der benötigten Daten an. Der nächste Schritt führt Sie zu einer detaillierten Analyse der Testergebnisse. Definieren Sie klare Erfolgskennzahlen und stimmen Sie die Methodik mit den wichtigsten Unternehmens-KPIs ab, um die gewonnenen Erkenntnisse effektiv nutzen zu können.
Schritt 5: Beobachten und Aufzeichnen der Testergebnisse
Die Qualität Ihrer Testergebnisse hängt entscheidend davon ab, wie sorgfältig Sie während der Tests beobachten und dokumentieren. Dana Chisnell, Co-Autorin des , beschreibt es treffend:
"I contend that 80% of the value of testing comes from the magic of observing and listening as people use a design. The things you see and the things you hear are often surprising, illuminating, and unpredictable. This unpredictability is tough to capture in any other way."
Hier erfahren Sie, wie Sie strukturierte Notizen erstellen, Denkprozesse erfassen und technische Tools effektiv einsetzen.
Strukturierte Notizen: Die Basis guter Dokumentation
Susan Farrell von der Nielsen Norman Group hebt hervor, wie wichtig umfassende Notizen sind:
"Make many notes. Write about everything, because you don't know what might prove valuable during data analysis."
Halten Sie eine Beobachtung pro Notiz fest, um diese später leichter kategorisieren zu können. Ergänzen Sie Ihre Notizen mit Szenario-Kürzeln und Initialen, damit sie nachvollziehbar bleiben. Notieren Sie dabei Klickpfade, Suchbegriffe, Navigationsschritte und wörtliche Zitate der Testteilnehmer. Jeder Beobachter sollte seine eigenen Notizen anfertigen – verschiedene Perspektiven bereichern die Analyse.
Think-Aloud-Protokolle: Einblicke in Denkprozesse
Fordern Sie die Teilnehmer auf, während der Testaufgaben ihre Gedanken laut auszusprechen. Diese Methode gibt Ihnen wertvolle Einblicke in ihre Entscheidungsfindung. Ein vorbereitetes und einheitliches Skript hilft dabei, die Methode konsistent anzuwenden.
Technische Tools und Screen-Recording
Nutzen Sie Screen-Recording und Analytics-Tools, um Nutzerinteraktionen detailliert zu dokumentieren. Besonders bei Remote-Tests können Teilnehmer in ihrer gewohnten Umgebung arbeiten, während ihre Bildschirme aufgezeichnet werden .
Qualitative und quantitative Daten
Kombinieren Sie qualitative Daten wie Nutzerkommentare mit quantitativen Metriken wie Erfolgsraten, Bearbeitungszeiten oder Fehlerquoten. So erhalten Sie ein ganzheitliches Bild über mögliche Usability-Probleme .
Optimales Verhalten als Beobachter
Achten Sie darauf, ruhig und aufmerksam zu agieren. Vermeiden Sie Ablenkungen, etwa durch lautes Tippen, während Sie die Beobachtungen festhalten.
Teamarbeit bei der Dokumentation
Wenn Ihnen während des Tests Fragen an die Teilnehmer einfallen, schreiben Sie diese auf. Der Moderator kann sie am Ende der Sitzung sammeln und klären. Unterschiedliche Teammitglieder nehmen oft verschiedene Aspekte wahr – diese Vielfalt ist ein großer Vorteil.
Schweregrad und Häufigkeit bewerten
Beurteilen Sie während des Tests bereits die Schwere und Häufigkeit der beobachteten Probleme. Das erleichtert später die Priorisierung. Laut Studien können Tests mit nur fünf Nutzern bereits etwa 85 % der Usability-Probleme aufdecken .
Moderierte vs. unmoderierte Tests
Passen Sie Ihre Beobachtungstechniken an die Testmethode an. Moderierte Tests ermöglichen direkten Austausch und tiefere Einblicke in Nutzerverhalten. Unmoderierte Tests sind kostengünstiger, liefern jedoch oft weniger detaillierte Ergebnisse .
Digitale Organisation der Daten
Verwenden Sie Tools wie Excel oder Airtable, um Ihre Daten zu systematisieren. Nutzen Sie Tags und Kategorien, um die Ergebnisse übersichtlich zu strukturieren. Definieren Sie vor der Analyse klare Ziele und prüfen Sie, ob die ursprünglichen Testziele erreicht wurden.
Die sorgfältige Beobachtung und Dokumentation ist der Schlüssel zu fundierten Analysen. Jakob Nielsen bringt es auf den Punkt:
"Pay attention to what users do, not what they say."
Schritt 6: Daten auswerten und Usability-Probleme identifizieren
Nach der Sammlung von Daten ist es entscheidend, diese so zu analysieren, dass konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Wie Eric Jones, Senior UXR Manager, treffend sagt:
"Data doesn't fix UX issues, smart analysis does."
Hier erfahren Sie, wie qualitative und quantitative Methoden kombiniert werden, um Usability-Probleme effektiv zu erkennen.
Qualitative und quantitative Analysemethoden verstehen
Um die Ergebnisse Ihrer Usability-Tests auszuwerten, sollten Sie sowohl qualitative als auch quantitative Ansätze nutzen. Vaida Pakulyte, UX Lead bei Technigo, beschreibt die Unterschiede so:
"Quantitative data provides measurable, numerical key metrics about user interactions... Qualitative data offers descriptive insights into user experiences, motivations, and emotions."
Mit quantitativen Daten lassen sich Kennzahlen wie Bearbeitungszeiten, Erfolgsraten und Fehlerquoten messen – sie zeigen das "Was". Qualitative Daten wiederum helfen, das "Warum" zu verstehen, indem sie Einblicke in Nutzererfahrungen, Beweggründe und Emotionen liefern.
Methoden zur Analyse nutzen
Für die qualitative Analyse können Sie Verfahren wie die thematische Analyse verwenden, um wiederkehrende Muster zu erkennen, oder die Inhaltsanalyse, die sich auf die Häufigkeit bestimmter Begriffe oder Konzepte konzentriert. Quantitative Daten werden mit statistischen Methoden ausgewertet. Beide Ansätze ergänzen sich, um ein vollständiges Bild der Usability-Probleme zu liefern.
Wiederkehrende Probleme erkennen
Eine bewährte Methode zur Identifikation von Mustern ist das Affinity Mapping, bei dem ähnliche Beobachtungen – wie Schwierigkeiten bei der Navigation – zusammengefasst werden. Achten Sie auf wiederholte Verzögerungen, Verwirrung oder Fehlklicks, die auf Probleme hinweisen.
Ein Beispiel aus einem Usability-Test: Ein Nutzer äußerte sich über den Warenkorb-Button:
"Where is the cart? I can't see it."
Dieses Feedback wurde als Navigationsproblem eingestuft. Ein weiteres Beispiel zeigt UI-Verwirrung:
"I almost missed the checkout button,"
sagte ein Nutzer über den Checkout-Button.
Probleme nach Schweregrad einstufen
Erstellen Sie eine Skala, um die identifizierten Probleme nach ihrer Dringlichkeit zu priorisieren:
Schweregrad | Beschreibung | Handlungsbedarf |
Kritisch | Verhindert die Erledigung einer Aufgabe vollständig | Sofortige Behebung erforderlich |
Schwer | Verlangsamt Nutzer erheblich, erfordert Workarounds | Schnellstmögliche Behebung |
Mittel | Führt zu Frustration, beeinträchtigt aber nicht die Aufgabe | Behebung beim nächsten Update |
Gering | Kosmetische Probleme oder kleinere Fehler | Niedrige Priorität |
Priorisierung nach Impact und Aufwand
Bei der Priorisierung sollten Sie folgende Fragen berücksichtigen: Betrifft das Problem eine kritische Aufgabe (eine sogenannte "Red Route")? Wie schwer ist es zu überwinden? Wie oft tritt es auf? Auch Geschäftsauswirkungen, betroffene Nutzergruppen, Zeitdruck und verfügbare Ressourcen spielen eine Rolle. Eine Impact-Effort-Matrix kann helfen, Probleme mit hohem Nutzen und geringem Aufwand – sogenannte "Quick Wins" – zu identifizieren .
Ergebnisse dokumentieren
Alle Erkenntnisse sollten strukturiert festgehalten werden, etwa in einer Tabelle mit Informationen wie Teilnehmer-ID, Zeitstempel, Problembeschreibung, betroffenen Bereichen, möglichen Lösungen und Schweregrad. Ein Rainbow-Spreadsheet bietet eine übersichtliche Darstellung wiederkehrender Probleme.
Datenquellen kombinieren
Kombinieren Sie qualitatives Feedback mit quantitativen Metriken wie Fehlerquoten und Bearbeitungszeiten, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Diese Kombination ermöglicht eine fundierte Analyse, die zur kontinuierlichen Optimierung Ihrer Website beiträgt. Wiederkehrende Themen über verschiedene Nutzersegmente und Aufgaben hinweg zu identifizieren, stärkt die Aussagekraft Ihrer Ergebnisse.
Ergebnisse für Stakeholder aufbereiten
Ein Usability-Test kann über 100 Probleme aufdecken . Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Erkenntnisse und bereiten Sie diese klar und verständlich für Ihr Team auf. Verknüpfen Sie Ihre Ergebnisse mit den Kern-KPIs des Unternehmens, wie Conversion-Rate, Retention oder Engagement .
Eine systematische Analyse der Usability-Daten ist entscheidend, um gezielte Verbesserungen umzusetzen. Durch die Kombination verschiedener Methoden und eine klare Priorisierung können Sie die drängendsten Probleme identifizieren und effizient lösen.
Schritt 7: Verbesserungen umsetzen und Follow-Up-Tests planen
Nach der gründlichen Analyse der Usability-Daten ist es an der Zeit, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Probleme müssen identifiziert, priorisiert und gezielt angegangen werden. Ohne diesen Schritt bleiben selbst die besten Analysen reine Theorie.
Verbesserungen priorisieren und Geschäftsziele berücksichtigen
Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung liegt in einer klaren Priorisierung. Hier kann die MoSCoW-Methode helfen: Unterteilen Sie die Aufgaben in Must-haves (kritische Probleme), Should-haves (wichtige Verbesserungen), Could-haves (optionale Änderungen) und Won't-haves (geringe Priorität).
Dabei sollten Sie drei Aspekte beachten: Nutzerauswirkung, Umsetzungsaufwand und Relevanz für die Geschäftsziele. Kritische, häufig auftretende Probleme sollten an erster Stelle stehen. Zeigen Sie auf, wie Verbesserungen die Conversion-Rate, Kundenzufriedenheit oder den Umsatz beeinflussen können. Diese Verknüpfung erleichtert es, die notwendigen Ressourcen und das Budget zu sichern.
Einige Zahlen verdeutlichen die Bedeutung dieses Ansatzes: Unternehmen, die systematische Usability-Tests durchführen, verzeichnen 83 % höhere Conversion-Raten im Jahr 2024. Zudem ist es deutlich günstiger, Probleme frühzeitig zu beheben – in der Designphase kostet eine Korrektur etwa 100 Euro, während dieselbe Änderung während der Entwicklung 10.000 Euro und nach dem Launch sogar 100.000 Euro kosten kann.
Iterative Verbesserungen durch Tests
Ein effektives Testing-Framework hilft, Verbesserungen datenbasiert anzugehen. Das Prinzip ist einfach: Identifizieren Sie ein Problem, formulieren Sie eine Hypothese, testen Sie diese, werten Sie die Ergebnisse aus und optimieren Sie weiter. So stellen Sie sicher, dass jede Änderung messbare Ergebnisse liefert.
Ein Beispiel aus der Praxis: Eine E-Commerce-Seite führte A/B-Tests im Checkout-Prozess durch. Die Vereinfachung der Schritte steigerte die Conversions um 15 %. Durch die Optimierung des Ablaufs wurde die Nutzererfahrung verbessert und die Kundenbindung gestärkt.
Änderungen überprüfen und dokumentieren
Nach der Umsetzung von Verbesserungen sollten diese validiert werden. Usability-Tests und Nutzerinterviews sind hierfür ideal. Dokumentieren Sie alle Änderungen systematisch: Beschreiben Sie das ursprüngliche Problem, die Lösung und die erzielten Ergebnisse.
"People ignore design that ignores people."
Follow-Up-Tests einplanen
Follow-Up-Tests sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass die vorgenommenen Änderungen wirklich Wirkung zeigen. Planen Sie regelmäßige Usability-Tests, zum Beispiel alle sechs Monate, um auf veränderte Nutzerbedürfnisse einzugehen.
Nach der Implementierung von Anpassungen sollten weitere Tests zeigen, ob das Design für die Zielgruppe tatsächlich intuitiv ist. Der nächste Schritt besteht darin, diese Verbesserungen in einen fortlaufenden Optimierungsprozess zu integrieren.
Kontinuierliche Optimierung als Standard etablieren
Sobald Follow-Up-Tests den Erfolg Ihrer Änderungen bestätigen, sollten Sie einen Prozess für kontinuierliche Optimierung einführen. Analysieren Sie Ihre Website regelmäßig und nehmen Sie basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen Anpassungen vor. Testen, verfeinern und iterieren Sie – sei es bei Texten, Layouts oder Interaktionsmustern – bis die Ergebnisse stabil und konsistent sind.
Unternehmen, die strukturierte Usability-Tests vor dem Launch durchführen, können durchschnittlich 1,2 Millionen Euro an potenziellen Nachbesserungskosten pro Projekt einsparen.
Ein durchdachter Ansatz, der strategische Planung, klare Validierung und kontinuierliche Tests umfasst, stellt sicher, dass Ihre Website langfristig eine hervorragende Nutzererfahrung bietet.
Best Practices für Usability-Tests in deutschsprachigen Regionen
Bei Usability-Tests in der DACH-Region gibt es einige rechtliche und regionale Besonderheiten, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten. Hier sind die wichtigsten Punkte, um Ihre Tests datenschutzkonform und kulturell passend umzusetzen.
Datenschutz und DSGVO-Compliance
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) stellt klare Regeln für den Umgang mit personenbezogenen Daten auf. Das betrifft auch Usability-Tests, da dabei oft Nutzerverhalten erfasst wird. In Deutschland wird die DSGVO durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und das Telekommunikation-Telemedien-Datenschutzgesetz (TTDSG) ergänzt. Selbst Unternehmen aus der Schweiz, die im Europäischen Wirtschaftsraum tätig sind, müssen sich an diese Vorgaben halten.
Ein Verstoß gegen die DSGVO kann teuer werden: Bußgelder von bis zu 20 Mio. € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes sind möglich.
Tipps für die Praxis:
- Prüfen Sie alle personenbezogenen Daten, die Sie erfassen.
- Passen Sie Ihre Datenschutzerklärungen an und holen Sie die Einwilligung der Nutzer ein.
- Setzen Sie auf Verschlüsselung und strikte Zugangskontrollen.
- Klären Sie die rechtliche Grundlage für Datenverarbeitung bei A/B-Tests.
- Verwenden Sie Plattformen, die Daten sicher innerhalb der EU speichern.
Barrierefreiheit und WCAG-Standards
Das deutsche Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet Unternehmen, digitale Angebote barrierefrei zu gestalten. In der Schweiz verfolgt das Disability Discrimination Act ähnliche Ziele. Als Maßstab gilt der WCAG 2.1 Level AA-Standard, der sicherstellt, dass Websites und Apps auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind.
Usability-Tests sollten deshalb unbedingt auch Personen mit Behinderungen einbeziehen. Nutzen Sie Hilfsmittel wie Screenreader, Vergrößerungssoftware oder alternative Eingabegeräte, um mögliche Hürden aufzudecken. Prüfen Sie dabei Elemente wie:
- Farbkontraste
- Tastaturnavigation
- Schriftgrößen und Textabstände
- Alternativtexte für Bilder
Eine inklusive Testumgebung – etwa mit Gebärdensprachdolmetschern – kann die Ergebnisse realistischer machen und echte Probleme sichtbar machen.
Lokalisierung für deutschsprachige Märkte
Eine gelungene Lokalisierung sorgt dafür, dass Software sprachlich, kulturell und funktional optimal an die Zielregion angepasst ist. Das betrifft vor allem Details wie:
- Datumsformate (z. B. 17.07.2025 in Deutschland)
- Uhrzeiten im 24-Stunden-Format (z. B. 14:30 Uhr)
- Zahlenformate mit Komma als Dezimal- und Punkt als Tausendertrennzeichen (z. B. 1.234,56 €)
Aber auch visuelle und sprachliche Elemente sollten zur Region passen. Bilder, Symbole und Gesten müssen kulturell angemessen sein, ebenso wie Schreibweisen oder Begriffe.
Kontinuierliche Compliance-Überwachung
Um langfristig datenschutzkonform zu bleiben, sollten Sie regelmäßig Ihre Maßnahmen überprüfen. Entwickeln Sie einen Notfallplan für Datenschutzverletzungen und schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit DSGVO-Vorgaben. Regelmäßige Tests und Überwachung helfen, neue Probleme frühzeitig zu erkennen.
Diese Best Practices sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit von Welle West Webdesign, einer Agentur, die auf rechtssichere und kulturell angepasste digitale Lösungen spezialisiert ist.
Usability-Tests als Teil der regelmäßigen Website-Wartung
Usability-Tests sind ein zentraler Bestandteil der Website-Wartung und sollten regelmäßig durchgeführt werden. Die Zahlen sprechen für sich: Unternehmen, die systematische Testprozesse nutzen, erzielen durchschnittlich 83 % höhere Conversion-Raten und sparen pro Projekt bis zu 1,2 Millionen Euro an potenziellen Nachbesserungskosten.
Warum regelmäßige Tests so wichtig sind
Die Erwartungen der Nutzer und technologische Standards ändern sich ständig. Eine Website, die heute noch überzeugt, kann morgen schon nicht mehr den Anforderungen entsprechen. So erwarten zum Beispiel 47 % der Besucher, dass eine Webseite in weniger als zwei Sekunden lädt. Nur durch kontinuierliche Tests kann sichergestellt werden, dass die Website diesen Ansprüchen gerecht wird.
Regelmäßige Usability-Tests decken bis zu 85 % der Probleme auf. Interessanterweise reichen oft schon Tests mit fünf Nutzern aus, um diese Probleme zu identifizieren. Solche frühzeitigen Tests sparen nicht nur Zeit, sondern auch erhebliche Kosten. Auf dieser Basis können Wartungspläne entwickelt werden, um die Website kontinuierlich zu verbessern.
Wie Usability-Tests in den Wartungsplan integriert werden
Regelmäßige Nutzer-Check-ins bei bestehenden Produkten sind essenziell. Bei neuen Produkten empfiehlt es sich, Nutzerforschungs-Sprints über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg einzuplanen. Diese Methode ermöglicht es, frühzeitig Anpassungen vorzunehmen und größere Probleme zu vermeiden.
"The earlier we can make course corrections, the less effort we'll waste and the bigger the impact we'll create." – Edmond Lau, Autor von
Bevor größere Designänderungen live gehen, sollten sie unbedingt getestet werden, da selbst kleine Anpassungen große Auswirkungen haben können. Für jeden Test sollten klare Ziele definiert werden, die sich auf spezifische und messbare Fragen zur Nutzererfahrung konzentrieren.
Wichtige Erfolgskennzahlen
Um den Erfolg von Usability-Tests zu messen, sollten Schlüsselmetriken wie die Aufgaben-Erfolgsrate, Verweildauer, Fehlerrate, Navigationsmuster und Abbruchpunkte etabliert werden. Diese Kennzahlen ermöglichen eine gezielte Analyse des Nutzerverhaltens. Iterative Tests können dabei zu einem Umsatzanstieg von 10–15 % führen.
Nach der Analyse der Testergebnisse sollten Verbesserungen priorisiert werden, insbesondere bei wiederkehrenden Problemen. Nutzerfeedback hilft dabei, Bereiche mit dem größten Optimierungspotenzial zu identifizieren. Änderungen sollten anschließend implementiert und durch erneute Tests validiert werden. Diese systematische Herangehensweise fließt auch in die Wartungsstrategien erfahrener Partner ein.
Unterstützung durch Experten für eine kontinuierliche Optimierung
Welle West Webdesign hat Usability-Tests fest in ihre Wartungs- und Support-Dienstleistungen integriert. Als führende Wix-Agentur in Österreich ist ihnen bewusst, wie wichtig eine kontinuierliche Pflege für die optimale Leistung einer Website ist. Ihre Wartungspakete beinhalten regelmäßige Usability-Überprüfungen, um sicherzustellen, dass Websites in Villach und Kärnten stets den aktuellen Nutzerbedürfnissen entsprechen.
Zusätzlich bietet Welle West Schulungen und Support an, damit auch kleinere Unternehmen Usability-Tests eigenständig durchführen können. Für komplexere Analysen und Optimierungen steht das Team jedoch weiterhin als Partner zur Verfügung. Diese Kombination aus interner Kompetenz und externer Unterstützung ermöglicht es, Websites effektiv zu verbessern, ohne die internen Ressourcen zu stark zu belasten.
Durch die Einbindung von Usability-Tests in agile Arbeitsprozesse wird gewährleistet, dass jede Iteration auf Basis von Nutzerfeedback erfolgt. So können teure Redesigns vermieden und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung geschaffen werden. Dieses Vorgehen sorgt langfristig dafür, dass identifizierte Schwachstellen nachhaltig behoben werden.
Fazit
Die sieben beschriebenen Schritte – von klaren Zielen über die Rekrutierung von Testteilnehmern bis hin zur kontinuierlichen Optimierung – bieten Unternehmen ein verlässliches Gerüst, um ihre digitale Präsenz gezielt zu verbessern.
Die Fakten sprechen für sich: Bereits mit fünf Testteilnehmern lassen sich über 75 % der Usability-Probleme identifizieren. Und das Beste daran? Eine gute Nutzererfahrung kann die Conversion-Raten um bis zu 400 % steigern. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig regelmäßige Usability-Tests sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
"Usability testing cuts through the noise and reveals if the usability of a proposed design meets basic expectations. It's a great way to quickly de-risk engineering investment." – Julia Feld, Head of Product Design, Babbel
Frühzeitige Tests sparen nicht nur Kosten für aufwendige Nachbesserungen, sondern sind auch entscheidend für den ersten Eindruck: Nutzer bilden sich innerhalb von weniger als 5 Sekunden eine Meinung über eine Website. Eine durchdachte Benutzerführung ist also unverzichtbar.
Strukturierte Tests, wie in den vorherigen Schritten beschrieben, bringen nachweisbare Verbesserungen in allen Bereichen der Nutzererfahrung. Für Unternehmen in Villach und Kärnten, die ihre Website-Performance auf das nächste Level heben möchten, kann professionelle Unterstützung den Unterschied machen. Schließlich entscheiden 75 % der Kunden über die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens anhand des Website-Designs , und 88 % der Nutzer kehren nach einer schlechten Erfahrung nicht zurück.
Welle West Webdesign, eine führende Wix-Agentur in Österreich, verbindet technische Kompetenz mit tiefem Usability-Wissen. Ihre Wartungspakete ab 1.900 € umfassen regelmäßige Usability-Checks, um sicherzustellen, dass Websites stets den aktuellen Nutzeranforderungen gerecht werden.
Regelmäßige Usability-Tests sind mehr als nur ein technischer Prozess – sie sind eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Sie fördern eine nutzerzentrierte Denkweise, die langfristig zu besseren Conversion-Raten und zufriedeneren Kunden führt.
FAQs
Wie können Usability-Tests die Conversion-Rate Ihrer Website steigern?
Warum Usability-Tests wichtig sind
Mit Usability-Tests lassen sich Schwachstellen in der Navigation und im Design Ihrer Website aufdecken und gezielt verbessern. Wenn die Navigation klar strukturiert ist und Handlungsaufforderungen eindeutig formuliert sind, fühlen sich Nutzer wohler und erreichen schneller ihr Ziel.
Das Ergebnis? Zufriedene Besucher, die eher bereit sind, gewünschte Aktionen wie Käufe, Anmeldungen oder Kontaktaufnahmen durchzuführen. Eine verbesserte Nutzererfahrung wirkt sich somit direkt positiv auf Ihre Conversion-Rate aus.
Welche Methoden eignen sich am besten, um realistische Nutzererfahrungen bei Usability-Tests zu simulieren?
Um reale Nutzererfahrungen besser nachzuvollziehen, bieten sich Methoden wie Beobachtungen, die Think-Aloud-Methode, Videoaufzeichnungen von Test-Sessions und persönliche Tests an. Diese Ansätze helfen dabei, echte Interaktionen sowie mögliche Herausforderungen der Nutzer zu erkennen.
Die Kombination dieser Techniken liefert wertvolle Erkenntnisse über das Verhalten der Nutzer und unterstützt dabei, die Benutzerfreundlichkeit gezielt weiterzuentwickeln.
Wie kann ich sicherstellen, dass meine Usability-Tests DSGVO-konform sind?
DSGVO-Konformität bei Usability-Tests sicherstellen
Um sicherzustellen, dass Ihre Usability-Tests den Anforderungen der DSGVO entsprechen, gibt es einige entscheidende Schritte, die Sie beachten sollten:
- Nur notwendige Daten erheben: Beschränken Sie die Datensammlung auf das, was für den Test wirklich erforderlich ist. Wo immer möglich, sollten Daten anonymisiert werden.
- Transparenz und Einwilligung: Informieren Sie die Teilnehmer klar und verständlich über den Zweck des Tests und die Verarbeitung ihrer Daten. Holen Sie eine ausdrückliche Zustimmung ein, bevor Sie fortfahren.
- Sichere Datenspeicherung: Speichern Sie alle erhobenen Daten auf eine Weise, die unbefugten Zugriff verhindert. Nutzen Sie sichere Systeme und Technologien.
- Datenflüsse dokumentieren: Halten Sie fest, wie Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert werden, um im Falle einer Überprüfung vollständige Nachweise vorlegen zu können.
- Regelmäßige Überprüfung der Prozesse: Stellen Sie sicher, dass Ihre Methoden und Verfahren stets den aktuellen rechtlichen Vorgaben entsprechen.
Durch diese Maßnahmen schützen Sie nicht nur die Privatsphäre der Teilnehmer, sondern stellen auch sicher, dass Ihre Usability-Tests rechtlich auf der sicheren Seite sind.



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